In lauter Trauer

Dieser Blogbeitrag ist entstanden, weil der Blog „In lauter Trauer“ dazu aufgerufen hat, über das Thema „Alle reden über Trauer“ zu schreiben. Schaut doch mal bei ihr HIER vorbei.

Trauer – jeder kennt sie, keiner will sie wirklich haben, manchmal kommt sie über Nacht, manchmal bleibt sie ein ganzes Leben. Doch wenn sie ganz ausbleibt, sie unterdrückt wird wie bei einer ganzen Generation nach dem Krieg, richtet sie unglaublichen Schaden an (Buchtipp: „Die Unfähigkeit zu trauern“). Hier empfehle ich wärmstens die Bücher von Sabine Bode, z.B. „Die vergessene Generation“. Ich kenne viele, die danach endlich Frieden mit ihren Müttern und Vätern schließen konnten.

Trauern mit Grund

Es gibt viele Gründe für das Gefühl der Trauer: Tod eines geliebten Menschen, Trennung von einem Partner oder einem Haustier (wobei beides bitte nicht verwechselt wird). Das erleichternde, wenn es das überhaupt gibt, ist dabei: Man weiß, warum man trauert. Somit weiß man auch, wann die Trauer wieder geht, nämlich nach einer Zeit der Heilung (für die einen mehr, für die anderen weniger). Doch manchmal sind wir traurig, ohne recht zu wissen, warum und davon möchte ich heute schreiben.

Gespeicherte Trauer in den Zellen

Viele von uns haben eine Art tiefer Trauer in den Zellen gespeichert, entweder aus der frühen Kindheit oder aber auch die unserer Eltern oder Großeltern oder die eines durch Krieg gebeutelten Landes. Wer hierzu ein gutes Buch lesen will, dem sei „Healing Code“  empfohlen von Alex Loyd. Ich mache den Healing Code seit einem Jahr und es ist unglaublich, was er offenbart.

Meine Trauergeschichte

Meine Mutter verlor zwei Jahre vor mir bei der Geburt Zwillinge (zwei sehnlichst erwartete Mädchen nach drei Jungen), erst eins, dann ein paar Tage später das zweite. Als sie mit mir hochschwanger war, verlor sie zudem ihren über alles geliebten und verehrten Vater. Sie konnte nicht mit zu seiner Beerdigung (Wink des Schicksals, ich war aufgrund einer Pilgerreise auch nicht bei der Beerdigung meines Vaters). Als sie mir wieder einmal von dieser traurigen Zeit erzählte, erwähnte sie fast beiläufig, dass ich als kleines Kind auf ihrem Arm immer an dem farbigen Kittel gezupft und gezerrt hätte, weil ich sie als Baby nicht anders gekannt hatte als in schwarz. Dass ich nicht nur als Baby, sondern bereits im Mutterleib all ihre Trauer geteilt hatte, das wurde mir erst viel später klar.

Meine Trauer-Auflösung

Erst als ich das Buch von Bertold Ulsamer: „Ohne Wurzeln keine Flügel“ gelesen hatte, wurde mir klar, warum ich in der Schul- und am Anfang meiner Studentenzeit kurze, panikartige Anfälle von Todesangst bekam. Ganz plötzlich und völlig unerwartet traf mich die Vorstellung, dass ich sterbe und deswegen dieses Leben völlig nichtig ist. Ob Sie es glauben oder nicht, nach der Lektüre des Buches wurde mir der Zusammenhang klar zwischen der Todesangst meiner Mutter und mir als kleinem Baby. Ich hatte danach keinen einzigen Panikanfall mehr.

Seminare und Therapie

Wir sollten unsere Zellen von der tief liegenden Trauer heilen, denn wir haben so viel Trauer in uns, die oft unbewusst aus der frühen Kindheit stammt oder aus dem unserer Vorfahren.

Wie können wir das heilen? Die Therapie lässt Muster erkennen und macht sie somit verständlich. Tiefer gehen oft Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung wie z.B. Releasing oder Familienaufstellungen. Erkundigen Sie sich bitte, wer damit in Ihrer Nähe Erfahrungen hat.

Hilfreiche Rituale für jeden Tag

Doch wichtig bei all dem ist es, für sich selbst zu sorgen und zwar mit kleinen, feinen Ritualen, die Gefühle verarbeiten und damit ein freieres und achtsameres Leben zu führen:

  • Morgens: Auf den Tag vorbereiten mit Gebet, Meditation, Yoga und/oder 3 Seiten automatisches Schreiben (meine-schreibbar.de). Super interessant auch Miracle Morning von Hal Alrod, dafür eine Stunde früher aufstehen und mehrere Rituale hintereinander machen, ich mache es seit einer Woche: JA!
  • Abends: Dem Leben eine Richtung geben: Wunschtagebuch führen, Ziele setzen, Visionen verfolgen! Ohne das wird es schwierig, wir eiern in unserem Leben herum, lassen uns fremdbestimmen und jammern. In dem Moment, wo wir raushaben, was wir sind, was wir können und was wir wollen, geschehen Wunder (ich sage das aus eigener Erfahrung, denn ich bin gerade in meinem Traum: 3 Monate Spanien und ich lerne laufend Künstler kennen, vor allem Autoren und Maler…)

Macht euch auf den Weg! Es lohnt sich.

¡Buen camino! Eure Viatrix

 

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  1. Alle reden über Trauer 2017 - In lauter Trauer - 27/02/2017

    […] In lauter Trauer Mein Beitrag ist über die Trauer, die sich in unseren Zellen festgesetzt hat, ohne dass wir wissen, woher sie kommt. Mit Methoden, wie wir sie bewusst machen und heilen. (Viatrix von Seelenpilger) […]

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